Die Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf

Noch im 19. Jahrhundert waren auch hierzulande Armut und Elend weit verbreitet und eine soziale Absicherung in Form von Versicherungen völlig unbekannt. Zu dieser Zeit lebte im deutschen Weitersburg bei Koblenz der Kaminfeger Peter Friedhofen. Durch seinen Beruf wurden ihm die täglichen Nöte der Menschen vor Auge geführt, was ihn in seinem Entschluss bestärkte, zur Linderung der Missstände eine karitative Ordensgemeinschaft ins Leben zu rufen. 1850 gründete er mit Gleichgesinnten die Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf. Bereits 1898 kamen die ersten vier Brüder auf Initiative des Bischofs von Basel nach Luzern. Sie engagierten sich in der ambulanten Krankenpflege und gründeten damit wohl die erste Luzerner Spitex.

1924 erwarb die Gemeinschaft für 500.000 Franken das über der Stadt liegende Schloss Steinhof und errichtete darin ein Alters- und Pflegeheim. Für ihre markante Rolle in der Sozialgeschichte von Luzern durften der Steinhof und die Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf 1989 die Ehrennadel der Stadt Luzern sowie eine Zuwendung von 150’000 Franken entgegen nehmen. Nach wie vor ist Luzern die Heimat der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf in der Schweiz. Hier ist man verantwortlich für die strategische Ausrichtung des Steinhofs.

Wegweisend für die Arbeit und Spiritualität der Ordensgemeinschaft ist die Erzählung vom «Barmherzigen Samariter». Dieses Gleichnis von Jesus ist Grundlage und Motivation ihres Auftrags, sich für das Wohl der Mitmenschen einzusetzen. Noch heute leistet die Brüdergemeinschaft einen grossen Beitrag zum guten Geist, der im Haus herrscht. Sie unterstützt aktiv die Pflegeheim-Mitarbeitenden, hilft bei der Betreuung der Kranken und begleitet diese auf ihrem letzten Lebensabschnitt.

PDF Trägerschaft
Broschüre Barmherzige Brüder von Maria-Hilf
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